Heilpflanzenlexikon
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Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke

Wasserlinse

Die Wasserlinse wird schon von Dioskurides als Mittel gegen Entzündungen beschrieben. Hildegard von Bingen erwähnt sie im 12 Jahrhundert unter dem Namen "Merlinsen". Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird noch immer ihre entzündungshemmende Wirkung erwähnt, ihr Einsatz als harntreibendes Mittel bleibt fraglich. Die Essenzen der Pflanze werden heute vor allem in der Homöopathie angewendet.
Wissenschaftlicher Name: Lemna minor L.
Charakteristik
Die Pflanze kommt in kühleren, ozeanischen Klimaten vor, ausgenommen Ostasien und Südafrika. Im Mai und Juni blüht die Pflanze und wird bis Ende August geerntet. Medizinisch verwendet wird die frische ganze Pflanze.
Anwendungsbereiche
Volksmedizin: - innerlich bei Entzündungen der oberen Atemwege, äußerlich bei Gicht und Rheuma Homöopathie: Bei chronischem Schnupfen Chinesische Medizin: Bei Masern, Ödemen, Gelenkschmerzen, Akne, Hautinfektion, Harnzwang, Epilepsie
Dosierung
Homöopathie: 5 Tropfen oder 1 Tablette oder 10 Globuli oder 1 Messerspitze Verreibung alle 30 bis 60 Minuten (akut) und 1-3 mal täglich (chronisch) einnehmen
Wirkung und Nebenwirkungen
Über Wirkmechanismen liegen keine gesicherten Angaben vor. Risiken der bestimmungsgemäßen Anwendung therapeutischer Dosen der Droge und Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Anwendung in Lebensmitteln
keine Angaben

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